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Unvergessliche, ereignisreiche Tage voller Spiritualität

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Datum:
Veröffentlicht: 17.7.11
Von:
Hans-Dieter Wintrich

Unsere Pfarr (-Wall -) Fahrt nach Lourdes vom 11. Juli bis 16. Juli 2011

Unsere Pfarr (-Wall -) Fahrt nach Lourdes vom 11. Juli bis 16. Juli 2011

Um vier Uhr in der Früh begann unsere Pfarr (-Wall-) fahrt nach Lourdes. Sehr schnell wurde es ruhig im Bus. Augengymnastik war angesagt. Als der Tag anbrach hat unser Pfarrer freundlicherweise die Laudes verschoben.
Nevers war das Ziel des ersten (Reise-)Tages nach Lourdes. Im Kloster St. Gildard feierten die Teilnehmer am Schrein der Hl. Bernadette Gottesdienst, dem schloss sich ein Rundgang durch das Klostergelände an. Außerdem bestand die Möglichkeit das kleine Museum zu besuchen, in dem sich einige persönliche Gegenstände Bernadettes befinden.
Während der ganzen Fahrt nach Lourdes, wurden immer wieder durch Pfr. Rebhan geistliche Impulse, Gebete und Lieder gebetet und gesungen. Ebenso gab es während der ganzen Fahrt Informationen zu den Regionen, Sehenswürdigkeiten etc. Besonders als unser Weg einen Teil des französischen Jakobsweges kreuzte, erhielten wir eindrucksvolle Erläuterungen von Dieter Wintrich. Endlich in Lourdes angekommen machten sich alle auf den Weg zur Lichterprozesssion. Bei Blitz, Donner und Regen reihten wir uns in die Schar der Menschen ein, die an diesem  Abend teilnahmen.
An der Grotte konnte Pfr. Rebhan einen Gottesdienst zelebrieren. Ich denke an diesem Ort gemeinsam Gottesdienst zu feiern, auch wenn es geregnet hat, ist schon ein besonderes Erlebnis, das anrührt und bewegt. Vier Priester aus Polen waren Co-Zelebranten. Im Anschluss an den Gottesdienst, war freie Zeit angesagt. Jeder konnte im Heiligen Bezirk die verschiedensten Orte aufsuchen. Ob Rosenkranzbasilika, Obere Basilika, Krypta, Besuch in den Bädern oder die unterirdische Basilika St. Pius X., es gab viele Möglichkeiten. Am Nachmittag machte sich die Gruppe auf in die Bergwelt der Pyrenäen, in den Nationalpark nach Pont d´Espagne, zu den Wasserfällen in den Hochpyrenäen. Auf der Rückfahrt besuchten wir die Abtei St. Sauvin. Wieder in Lourdes, ging es zur abendlichen Lichterprozession. Diesmal im Trockenen und beeindruckender als am Tag zuvor. Einige besuchten im Anschluss daran noch einmal die Grotte. Still vor der Absperrung stehen und sich durchdringen lassen vom Geheimnis dieses Ortes. Auf dem Heimweg wurden wir dann von einem wundervollen Feuerwerk überrascht, dass von der Burg in Lourdes kam. (Es war ja der Vorabend zum Nationalfeiertag)
Der vierte Tag der Pfarrfahrt begann mit einem Gottesdienst in einer Seitenkapelle St. Patrick, der St. Bernadettekirche. Diesem schloss sich eine Führung durch Lourdes an, bei der neben dem Geburtshaus, der Mühle-Boly, die Pfarrkirche Sacre-Coeur in der Bernadette getauft wurde, das Cachot und das Hospiz von Lourdes aufgesucht wurden. Im Museum des Hospizes von Lourdes ist der Kniestuhl, auf dem die Hl. Bernadette ihre Erstkommunion erhalten hat, ausgestellt. Am Nachmittag beteten wir den Kreuzweg auf dem Espélugues-Hügel, bei dem 115 überlebensgroße Figuren aus Gusseisen die Gegebenheiten des Leidens und Sterbens Jesu veranschaulichen. Am Ende, die 15. Station, trägt ER die Strahlen der Ostersonne. Der Kreuzweg führt über Leid und Tod zur Auferstehung. Am Abend dann - für uns - die letzte Lichterprozession. Sehr beeindruckend, viele Menschen (ca. 13.000) folgten der blumengeschmückten und beleuchteten Mutter Gottes. Begleitet von vielen Fahnen, Gruppen, viele Kranke mit Rollstühlen und auf Liegen, sowie den Gläubigen mit brennenden Kerzen. Bei lauen Sommertemperaturen wurde Rosenkranz gebetet, jeder in seiner Sprache und das „Ave Maria von Lourdes“ gesungen.
Der (Heim-)Weg nach Hannberg, führte uns über Ars. Trotz Stau und anderer Widrigkeiten, konnten wir am Grab des Hl. Pfarrers von Ars, dem Schutzpatron aller Priester, Gottesdienst feiern. Ein schöner, würdiger, feierlicher, einfach anrührender Gottesdienst, für den sich der weite Weg gelohnt hat.
Die Wallfahrer haben nicht nur für sich etwas mitgebracht von der Wallfahrt, sondern sie soll auch hineinwirken in die Pfarrei. Als äußeres Zeichen wurden am Sonntag in Hannberg und Großenseebach, jeweils eine Lourdeskerze entzündet und das Lourdeslied dazu gesungen. Mir stand die Gänsehaut auf und andere hatten Tränen in den Augen. Unvergesslich!

Carola Schneider

alle Fotos: H.-D. Wintrich                                             zum Fotoalbum