Die Heiligen Margareta, Barbara und Katharina gehören zu den 14 Nothelfern. In fränkischen Dorfkirchen treffen wir sie jedoch auch häufig – wie auch an der Nordseite unserer Pfarrkirche – als Dreier-Gruppe an.
Margareta mit dem Wurm,
Barbara mit dem Turm,
Katharina mit dem Radl,
das sind die heiligen drei Madl.
Bei allen drei Figuren handelt es sich um wertvolle Schnitzarbeiten aus der Hand Nürnberger Schnitzermeister, wobei die beiden äußeren Figuren aus der gleichen Werkstatt kommen und um 1475 entstanden sind. Die mittlere Figur mit stark ausgeprägter majestätischer Haltung, etwas größer als die beiden anderen, wurde etwas später geschaffen, um 1485.
Die drei Heiligen haben ihren ursprünglichen Platz in der Kirche mit der Barockisierung 1721, als alle Flügelaltäre entfernt wurden, verloren.
Margareta wurde der Legende nach wegen ihrer Treue zum christlichen Glauben enthauptet. Sie wird mit dem Teufel als Wurm, Kruzifix oder Palmzweig dargestellt. Sie gilt als Patronin der Jungfrauen und Frauen.
Barbara wurde als Christin vom eigenen Vater in einen Turm gesperrt und starb einen qualvollen Martertod. Sie ist Schutzpatronin vieler Berufe. Ihre Attribute sind Kelch und Turm.
Katharina gilt der Legende nach als hochgebildete Jungfrau, die im Disput mit 50 heidnischen Philosophen ihren christlichen Glauben verteidigte und anschließend zum Tod durch Rädern verurteilt wurde. Somit wird sie mit Rad, Buch, Schwert und Krone dargestellt. Sie ist Patronin vieler Berufe, insbesondere der Gelehrten.
