Sternsingeraktion mit Hindernissen

"kmäng kmäng bong-hein kom-lahng", so heißt "Kinder zeigen Stärke" - das Leitwort der Sternsingeraktion 2011 - auf Khmer. Das Land Kambodscha und Kinder mit Behinderung stehen heuer im Mittelpunkt.

Am Morgen des 6. Januar gelang es wegen Eisglätte mit Mühe nur einem Teil der Sternsinger um 9.00 Uhr in die Pfarrkirche nach Hannberg zu kommen. Sie stellten einen Großteil der Gottesdienstteilnehmer in der sehr dünn besetzten Kirche. Auch PR Fischer, die die Katechese übernehmen sollte, konnte aufgrund der extremen Straßenglätte nicht kommen. Mesner und Organisten gelangten nur mit äußerster Mühe zur Kirche. Dennoch wurde ein feierliches Hochamt mit den Sternsingern und Gottesdienstbesuchern zum Fest gefeiert, und Pfarrer Rebhan erklärte die symbolische Bedeutung des Kamels, das so oft als Begleittier mit den drei Weisen an Dreikönig zur Krippe gestellt wird.
Im Anschluss an die Heilige Messe wurde jedoch zusammen mit den anwesenden Eltern und den Sternsingern beschlossen, die Aktion in Hannberg auf Sonntag zu verschieben.
Auch in Großenseebach um 10.45 Uhr war der Gottesdienstbesuch sehr spärlich. Dennoch waren fast alle Sternsinger anwesend, und sangen am Ende der Messe für die Mitfeiernden ihr Lied und erhielten den Segen. Nach dem Gottesdienst konnten sich die Kinder bei Pizzabrötchen stärken, allerdings wurde in Absprache mit den anwesenden Eltern die Aktion auf Samstag verlegt, auch wenn diese Entscheidung bei manchem der Sternsinger große Enttäuschung hervorrief. So werden die Sternsinger in St.Michael am Samstag um 11.30 Uhr in der Kirche ausgesandt und anschließend durch die Straßen und in die Häuser ziehen.
Dieser etwas andere Dreikönigstag wird sicherlich lange in Erinnerung bleiben. Das Motto "Kinder zeigen Stärke" trifft dabei ganz besonders auf die diesjährige Sternsingeraktion zu, die aufgrund der Umstände mit größerer Mühe für Sternsinger und Organisatoren verbundenen war.
Pfarrer Rebhan
Die Kinder aus Kambodscha, die das Leitwort gegeben haben, müssen eine grosse Stärke haben. Durch den Vietnamkrieg und die Diktatur der Roten Khmer von 1975 bis 1979 haben viele ihre Eltern verloren. Noch immer gibt es ein großes Problem mit den Landminen. Viele Menschen - auch viele Kinder - werden dadurch verwundet und erleiden Behinderungen. Sie müssen mit ihren Behinderungen leben und das Leben gestalten. Für die Kinder ist es von besonderer Bedeutung, Zukunftsperspektiven zu erkennen. Sie müssen Stärke zeigen, um selber etwas zu verändern, damit sie auch die Zukunft ihres Landes gestalten können.
H.-D. Wintrich
Die Sternsinger unserer Pfarrei dürfen ganz schön stolz auf sich sein, denn durch ihre Aktion kamen €uro 9.062,99 für die Projekte des Kindermissionswerks zusammen.