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St. Michael setzt ein Zeichen für die Schöpfung: Aus Schotterfläche wird Blühwiese

Biodiversität Gsb
Datum:
Veröffentlicht: 4.12.25
Von:
Benedikt Hofmann

Mit dem Beitritt des Erzbistums Bamberg zum „Blühpakt Bayern“ setzt die Pfarrei ein starkes Zeichen für den Schutz von Insekten und die Förderung der Artenvielfalt. Während das Bündnis auf diözesaner Ebene ein klares Bekenntnis für mehr Biodiversität darstellt, zeigt sich dieses Engagement auch ganz konkret vor Ort – so auch bei uns in St. Michael in Großenseebach, wo ein besonderes Projekt in diesem Jahr erfolgreich umgesetzt wurde.

Aus grau wird bunt: Die Umgestaltung an St. Michael

Die bisherige Schotterfläche zwischen dem Durchgang von der Kirche zur Sakristei und dem Nebengebäude mit den Gemeinderäumen wurde in den vergangenen Monaten vollständig neugestaltet. Ziel war es, einen naturnahen, insektenfreundlichen Bereich zu schaffen, der sowohl ökologisch wertvoll als auch pflegeleicht ist.

Von Beginn an wurde das Projekt fachkundig begleitet: Der Heimat- und Gartenpflegeverein Großenseebach vermittelte den Kontakt zur Staudengärtnerei von Herrn Goldmann, Dipl.-Ing. Gartenbau (FH), der nicht nur langjährige Erfahrung in der Planung naturnaher Anlagen besitzt, sondern auch starke Bezüge zu Großenseebach hat. Seine Entwürfe orientieren sich konsequent an den Prinzipien der Biodiversität und Klimaresistenz.

Entschieden wurde sich für die Staudenmischung „Rubinsaum“, eine speziell zusammengestellte Auswahl heimischer, robuster Pflanzen, die in der Broschüre der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau empfohlen wird. Diese Mischung sorgt künftig für ein wechselndes Blüherlebnis über die Jahreszeiten hinweg – und stellt wertvollen Lebensraum für Insekten, Schmetterlinge und andere Kleintiere dar.

Großer Einsatz in Eigenleistung

Ein wesentlicher Teil des Projektes wurde von engagierten Ehrenamtlichen in Eigenleistung umgesetzt. Dazu gehörten:

  • Entfernung der alten Schotterschicht, des Wurzelsperrvlieses und alter Wurzelstöcke
  • Vorbereitung des Bodens
  • fachgerechte Pflanzung der neuen Stauden
  • Aufbringen einer schützenden Mulchschicht

Dank dieses Einsatzes und der finanziellen Unterstützung durch den Biodiversitätsfonds des Erzbistums konnte die Fläche erfolgreich und nachhaltig umgestaltet werden.

Ein Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung – direkt vor unserer Haustür

Erzbischof Herwig Gössl betonte anlässlich des Beitritts zum Blühpakt: „Nur was ich kenne, kann ich schützen.“
Das Projekt in Großenseebach zeigt eindrucksvoll, wie dieses Prinzip gelebt werden kann: durch konkrete Maßnahmen, die sichtbar machen, wie wertvoll und vielfältig selbst kleine Flächen sein können.

Mit der neuen Blühfläche setzt St. Michael ein lebendiges Zeichen für die Bewahrung der Schöpfung – mitten im Alltag unserer Pfarrei.

Biodiversität Gsb
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