Große Begeisterung bei Lauf für Uganda der Pfarrei Hannberg

Hannberg - Seit mehr als 20 Jahren unterstützt die Pfarrei Hannberg bereits nachhaltige Entwicklungsarbeit in Uganda. Über den Sachausschuss Mission Entwicklung & Frieden (MEF) und der ländlichen Entwicklungshilfeeinrichtung Caritas Maddo in der Stadt Masaka besteht ein lebendiger und intensiver Kontakt in die Partnerpfarrei namens Busagula. Um auf die die aktuellen Projekte vor Ort in Uganda aufmerksam zu machen und finanzielle Mittel zu sammeln wagte sich die Pfarrei und der Sachausschuss MEF am 12. Mai jedocoh auf neues Terrain. Man organisierte unter den Namen „Lauf für Uganda“ einen Benefizlauf für Freizeitsportler, Kindern und Erwachsene, um Finanzmittel für die Projekte in Uganda zu sammeln.
Die Veranstaltung war bei bestem Läuferwetter ein Riesenerfolg. Mit vielleicht 200 Teilnehmern rechneten die Veranstalter, doch am Ende wurden über 480 Läuferinnen und Läufer gezählt, die bei bestem Laufwetter an den Start gingen. Dabei wurde keine Zeit gemessen, denn beim ersten "Lauf für Uganda" ging es nicht um Sport-Höchstleistungen, sondern darum, Hannbergs Partner-Kirchengemeinde Busagula mit ihren rund 20 000 Einwohnern dabei zu helfen, ihren Bürgern ein menschenwürdiges Dasein aus eigener Kraft bieten zu können. Mit den Spendengeldern werden unter anderem Brunnen gebohrt, Schulen gebaut und die Kaffeepflanzer angeleitet, ihren Ertrag zu erhöhen und so ihr Einkommen zu steigern, um sich selbst ernähren zu können.
Bei dem Lauf selbst fanden sich praktisch keine Profisportler ein, die im Vordergrund der Wehrkirche Hannberg den 2,5 km langen Rundkurs bis zu viermal durch liefen. "Hier starten Freizeitsportler und (Sport-) Vereinsmitglieder, die wirklich nur zugunsten der guten Sache mitmachen", weiß der Läufer Helmut Rösch, der als Coach und moderierender Motivator dabei ist.
Die extra angereisten Pater Peter Ssenkaayi war überglücklich über das große Interesse der Menschen. Mit Stolz erzählt er: "Die Zahl der Malariatoten ist massiv zurückgegangen, die Qualität unseres Wassers erheblich gestiegen. Das verdanken wir euch und dafür möchte ich von ganzem Herzen danken". Immer wieder berichten Zeugen, die in den letzten Jahren mit der Pfarrei selbst in Uganda vor Ort waren "Unsere Spenden kommen tatsächlich an und werden sinnvoll eingesetzt". Beim "Lauf für Uganda" zogen alle an einem Strang, die politische Gemeinde half ebenso in vielen Belangen mit, wie lokale und regionale Firmen und Vereine, von denen sich auch eine beachtliche Zahl an dem Lauf beteiligt und sportlich Kilometer um Kilometer abspult. Auch waren viele Teilnehmer aus der Nachbar-Pfarrei Adelsdorf anwesend, die in den Ugandaprojekten mit Hannberg sehr eng zusammen arbeiten.
Das Organisationsteam um Maria Nagel, Stefan Reinmann, Helmut Rösch, Franzi Reif-Baumüller und Marga Lauer waren begeistert von dem Andrang und den Rückmeldungen der Menschen. „Natürlich wussten wir, dass Laufveranstaltungen aktuell im Trend sind, doch für uns war die Verbindung von Entwicklungsarbeit der Pfarrei und einem Sportevent ein interessantes Experiment, das voll aufging“ erzählt Maria Nagel.
Für Pfarrer Lars Rebhan war der Lauf für Uganda ein weiteres Beispiel, wie neue Ideen und Konzepte des Pfarrgemeinderates in Hannberg immer wieder Menschen zusammen bringen und begeistern. „Letztendlich ist es das Engagement unserer Ehrenamtlichen, was die Pfarrei vor Ort lebendig macht und attraktiv hält“, hört man einen der Organisatoren.

