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Ein Schutzheiliger findet in seine Kirche

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Datum:
Veröffentlicht: 27.9.11
Von:
Hans-Dieter Wintrich
Erzbischof Dr. Ludwig Schick segnet Michaelsfigur der Filialkirche in Großenseebach

Im April 1997 wurde die Sankt Michael Filialkirche in Großenseebach von Weihbischof Werner Radspieler geweiht.
Von diesem Zeitpunkt bis zum 24. September d. J. fehlte im Kirchenge-
bäude jedoch die Figur des Schutzpatrons.
In Zusammenarbeit zwischen St. Michaels-Verein (vormals Kirchenbau-
förderverein) und Filialkirchenverwaltung wurde der Künstler Wolfram Walter angesprochen, einen Entwurf zu erarbeiten. Herr Walter hatte den Kircheninnenraum, das Portal und den Kreuzweg künstlerisch gestaltet.
Im Januar 2011 stellte Herr Walter den Mitgliedern des Michaelsvereins und der Filialkirchenverwaltung ein Modell der Michaelsfigur im Maßstab 1:5 vor. Bei der Figur handelt es sich um einen geflügelten Erzengel, der mit einer Lanze das Böse, symbolisiert durch eine Schlange, tötet.
Der Michaels-Verein beschließt in seiner Jahreshauptversammlung die Anschaffung der Michaelsfigur finanziell zu tragen. Herr Walter wird von der Filialkirchenverwaltung entsprechend beauftragt.
Am 16. September kommt die Michaelsfigur in die Kirche. Man findet sie über der seitlichen Eingangstür.
Im Rahmen des Festgottesdienstes am Samstag, den 24. September 2011, wurde die Michaelsfigur durch Erzbischof Schick gesegnet.
Nachdem der Erzbischof eingetroffen war, wurde er durch die Kinder-Flötengruppe musikalisch begrüßt. Anschließend zogen die Gläubigen mit Ehrengästen, Frauentrachtengruppe und Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine in einem Umzug um die Kirche ins Gotteshaus ein. Nach dem Eingangslied begrüßte Oskar Klinga, der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, den Erzbischof, die geladenen Gäste, den Künstler und die Gläubigen. Die Messe wurde vom Erzbischof in Konzelebration mit Pfarrer Lars Rebhan und Pfarrer i. R. Franz Reus gefeiert. In seiner Predigt erläuterte Erzbischof Dr. Ludwig Schick, dass der Hl. Michael nicht nur Patron dieser Kirche, sondern Schutzpatron Deutschlands ist. Besonders für die vielen anwesenden Kinder erzählte er, dass ihm in seiner Kindheit die Bilder des Erzengels Gabriel viel freundlicher erschienen und er vor dem „Kämpfer“ Michael eher Angst hatte. „In meiner Heimatkirche ist das Böse als ein ängstliches Teufelchen dargestellt gewesen, das von dem Erzengel zertreten wird. Mit dem habe ich als Kind immer Mitleid gehabt“; erinnerte sich der Erzbischof. Dies habe sich mittlerweile geändert, weil er jetzt in diesen Symbolen den immerwährenden Kampf des Guten gegen das Böse sieht. „So möge auch diese Michaelsdarstellung uns in unserem Glauben bestärken, dass das Gute letztendlich siegen werde“.
Der „Kleine Chor“ der Pfarrei gestaltete die Messfeier mit.
Anschließend feierte man in der Mehrzweckhalle das Michaelsfest. Musikalisch wurde dies durch die Seebacher – Dorfmusikanten gestaltet. Der Sketch "Ein Handy für Mandy", vorgetragen von Kathi Geisler und Thomas Scharf, erheiterte die Festgäste.
Der Sachausschuss „Feste und Feiern“ sorgte mit Kräuterbraten, Zwiebelkuchen, Federweißem und vielen anderen Köstlich-keiten für das leibliche Wohl.
Im Rahmen des Festes übergab der Vorsitzende des Michaels-Vereins, Josef Schubert, symbolisch einen Scheck in Höhe von 17.500 Euro an Erwin Schmitt, dem Filialkirchenpfleger.

Text:    Hans-Dieter Wintrich
Fotos: Stefan Reinmann

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